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Jian-Keramik erschien während der wohlhabenden Tang-Dynastie und erreichte ihren Höhepunkt während der Song-Dynastie, erlebte dann aber einen Niedergang und verschwand schließlich aus der Geschichte. Nach einer turbulenten Zeitreise tauchte sie mit ihren zahlreichen, faszinierenden und unvergesslichen Tassen wieder in unserem Blickfeld auf und weckte ein erneutes Interesse an Jian-Keramik und löste unter Sammlern einen wahren Rausch aus. Die Seltenheit hochwertiger Jian-Keramik aufgrund des schwierigen Brennprozesses ist ein weiterer Grund für den stetig steigenden Preis. Die Knappheit perfekter Jian-Keramik hat zu einem intensiven Wettbewerb unter Liebhabern um den Besitz geführt.

Der Brennprozess von Jian-Keramik stellt besondere Herausforderungen dar. Während andere Keramikarten durch Rezepturanpassungen kostengünstig in Massenproduktion hergestellt werden können, gilt dies nicht für Jian-Keramik. Ihre Rezeptur ist nicht festgelegt und kann nicht in großen Mengen produziert werden. Während des Brennens muss der Meister Umweltveränderungen, Wetterbedingungen und flexible Anpassungen aufgrund unterschiedlicher Tonzusammensetzungen berücksichtigen. Bleibt der Prozess unverändert, wird die Qualität der Jian-Keramik erheblich beeinträchtigt.

Zweitens stellt der Brennprozess von Jian-Ware besondere Anforderungen an die Glasur: Sie muss dick sein. Ist die Glasur zu dünn, beeinträchtigt dies die Bildung der Öltröpfchen und erfüllt nicht den hohen Qualitätsstandard. Eine dicke Glasur ist für erfahrene Meister nicht schwer herzustellen, die Herausforderung liegt jedoch darin, die richtige Dicke zu finden.

Ist die Glasur zu dick, rutscht sie beim Hochtemperaturbrand nach unten, wodurch die Glasur am Boden der Jian-Ware dicker wird. Dadurch wird das ursprüngliche Kristallmuster unter der dicken Glasur nicht mehr sichtbar, und auch die Verteilung der Muster und Farben verändert sich, was das Erreichen des gewünschten Ergebnisses erschwert.

Ein weiteres Problem, das durch eine zu dicke Glasur entsteht, ist, dass sie bei zu hoher Brenntemperatur oder zu langer Brenndauer auf den Boden fließen und diesen festkleben kann. Selbst wenn der Boden mit Werkzeugen gelöst wird, kann dies die Schönheit der Jian-Ware beeinträchtigen.

Eine weitere Schwierigkeit beim Brennen von Jian-Keramik liegt in der Temperaturkontrolle. Die Temperatur spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Keramik. Allerdings ist die Temperaturkontrolle beim Brennen von Jian-Keramik noch strenger als bei anderen Keramikarten.

Während manche Keramikarten bei Temperaturen von 1.200 Grad Celsius gebrannt werden müssen, benötigt Jian-Ware eine Temperatur von über 1.300 Grad Celsius. Es kommt jedoch nicht nur auf das Brennen bei dieser Temperatur an, sondern auch auf die Kontrolle des Temperaturbereichs während des gesamten Brennvorgangs. Eine zu hohe oder zu niedrige Temperatur kann zu einem Fehlschlag des Brennvorgangs und damit zu minderwertigen Produkten führen.

Darüber hinaus spielt die Temperatur eine entscheidende Rolle bei der Interaktion von Spurenelementen in der Glasur, was zu unvorstellbaren und wunderbaren Veränderungen führt. Dies erhöht auch die Schwierigkeit, eine perfekte Jian-Ware-Tasse zu brennen.

Um Jian-Tassen mit kristallähnlichen Mustern wie Hasenfell oder Ölflecken herzustellen, muss beim Brennen eine Reduktionsatmosphäre erzeugt werden. Dabei handelt es sich um das reduzierende Gas, das bei unvollständiger Verbrennung entsteht. Wird die Reduktionsatmosphäre aufgrund unzureichender Abdichtung oder zu viel Sauerstoffzufuhr nicht richtig kontrolliert, wird sie zerstört, und das Brennen schöner Kristallmuster ist nicht möglich.

Diese Veränderung, die die Vorfahren vor Rätsel stellte und in der modernen Forschung noch immer keine klare Antwort findet, ist einer der Gründe, warum Jian-Ware so selten und begehrt ist. Ihre Seltenheit und die Schwierigkeit ihrer Herstellung machen sie zu einem kostbaren Schatz.

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